Florian Fath

Therapie | Coaching | Supervision & Seminare

Florian Fath: Therapie | Coaching | Supervision & Seminare

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ (Aristoteles)

Was ist nun ein System? Die verschiedene Facetten Ihrer Persönlichkeit z.B. bilden Ihr "inneres System", Sie und Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin schaffen gemeinsam das System Ihrer Beziehung und zusammen mit Ihren Kindern, Ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern formen Sie ein "Familiensystem". Dieses wiederum ist eingebunden in vielfältige "soziale Systeme" – Ihre Nachbarschaft, Ihren Arbeitsplatz, Freundeskreis usw. All diese Systeme stehen untereinander in Verbindung. Sie beeinflussen sich gegenseitig, gehorchen eigenen, oft unbewussten und nicht aktiv beeinflussbaren Dynamiken und erschaffen, regulieren und erhalten sich so ohne steuernden Zugriff (Autopoiese).


"Wenn Du weißt, was Du tust, kannst Du tun, was Du willst“ (Moshe Feldenkrais)

Wirklichkeit als objektive, von uns getrennte Größe, existiert nicht. Wir alle konstruieren (unsere) Wirklichkeit aufgrund von Bedeutungen, die wir unseren bisher gemachten Erfahrungen geben. Viele Schwierigkeiten entstehen, weil wir – meist ohne dessen gewahr zu werden – in Konstruktionen und Bedeutungsgebungen aus der Vergangenheit verhaftet sind, die für die gelingende Bewältigung der momentanen Wirklichkeit wenig geeignet, im schlimmsten Fall sogar schädlich sind.

In der therapeutischen Situation eröffnet diese konstruktivistische Sichtweise eine Fülle neuer Möglichkeiten: Wir können zwar die Fakten unseres Lebens nicht ungeschehen machen oder nachträglich verändern, wir können jedoch die Bedeutungen, die wir ihnen geben, neu verhandeln und unsere Konstruktion von Wirklichkeit im Hier und Jetzt dadurch beeinflussen. So können nicht nur quälende Symptome gelindert oder beseitig werden. Im besten Fall finden eine tiefgreifende Veränderung und ganzheitliches Wachstum und Entfaltung statt. C.G. Jung bezeichnete diese Erweiterung und Vertiefung der gesamten Persönlichkeit als schöpferischen Prozess. Gemeinsam mit meinen Klienten und Klientinnen diesen Prozess als Dialog auf Augenhöhe zu gestalten ist ein zentrales Anliegen meiner Arbeit.


„Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.” (Werner Bock)

Persönliches Wachstum und Veränderung finden paradoxerweise immer dann statt, wenn das, wogegen wir bisher so sehr gekämpft haben (z.B. negative Gefühle wie Angst, Scham oder Wut oder belastendes, neurotisches Verhalten), da sein darf und angenommen werden kann (Paradox der Veränderung). Um uns dieser schwierigen Aufgabe zu stellen, sind drei Bedingungen notwendig, die auch als prozessuale Aktivierung bezeichnet werden:

  • Die Erfahrung mitfühlender freundlicher Unterstützung (durch uns selbst und/oder ein therapeutisches Gegenüber).
  • Der Wunsch, unser Leben gelingender, freudvoller und lebendiger gestalten zu wollen und unser Begeistertsein von diesem Wunsch.
  • Der Mut (bzw. manchmal auch einfach genügend Leidensdruck), uns der direkten Erfahrung dessen, was uns belastet, im Hier und Jetzt erlebend und begreifend zu zuwenden.


"Ich erinnere mich, wie ich als Junge im Gras lag und in das Sommerblau über mir blickte und den Wunsch empfand, damit zu verschmelzen – ein Teil davon zu werden. Heute denke ich, daß ich damals einer großen Wahrheit sehr nahe war, daß ich sie sogar berührte, ohne auch nur die leiseste Ahnung von ihrer Existenz zu haben. Ich meine die Wahrheit, daß der Wunsch, zu sein um so vernünftiger ist, je größer er wird, daß du um so klüger bist, je dringender du zu sein begehrst – während der Wunsch zu haben um so törichter ist, je größer er ist. Das kosmische Gesetz gesteht uns sehr wenig von dem zu, was wir gerne hätten, aber es wird uns helfen, all das zu sein, was wir uns je wünschen können.“ (Lafcadio Hearn)

Systemische Therapie

In Abgrenzung zu anderen psychotherapeutischen Verfahren begreift die Systemische Therapie psychische Störungen weniger als individuelles Problem, sondern eher als kontextabhängigen Ausdruck der (gestörten) Interaktionen innerhalb eines oder mehrerer Systeme. Die Systemische Therapie hat sich seit ihrem Entstehen in den 1950er Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. Wurden anfangs Familie und System noch gleich gesetzt, hat sich der Systembegriff im Lauf der Zeit deutlich erweitert. Seit Ende 2008 wird in Deutschland die Systemische Therapie als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren anerkannt.

Milchstraße als Symbol für systemische Therapie

Systemische Therapie in Würzburg 

Neben der Systemischen Therapie haben mich die Analytische Psychologie nach C.G. Jung, die Existenzielle Psychotherapie nach Irvin Yalom, die Gestalttherapie (insbesondere die Prozesstheorie nach Werner Bock und Frank-M. Staemmler) sowie verschiedene Methoden der Traumatherapie (Somatic Expereriencing, Schematherapie, Ego-State-Therapie) und der Systemaufstellung maßgeblich beeinflusst.

In den letzten Jahre hat – ausgelöst durch meine Erfahrungen mit dem tibetischen Buddhismus – die spirituelle Dimesion der Begleitung von Menschen für mich immer mehr an Bedeutung gewonnen.

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