Florian Fath

Therapie | Coaching | Supervision & Seminare

Florian Fath: Therapie | Coaching | Supervision & Seminare

Systemische Therapie in Würzburg

In Abgrenzung zu anderen psychotherapeutischen Verfahren begreift die Systemische Therapie psychische Störungen nicht nur als individuelles Problem, sondern immer auch als kontextabhängigen Ausdruck der (gestörten) Interaktionen des Betroffenen mit seiner Umwelt. Die Gesamtheit dieser Interaktionen eines Individuums wird – vereinfacht ausgedrückt – mit dem Begriff „System“ beschrieben. Wurden anfangs Familie und System noch gleich gesetzt, hat sich der Begriff im Lauf der Zeit deutlich erweitert und schließt heute sowohl die Familie, als auch andere soziale Interaktionsräume mit ein. Seit Ende 2008 ist die Systemische Therapie in Deutschland als wissenschaftlich fundiertes Psychotherapieverfahren anerkannt.

Milchstraße als Symbol für systemische Therapie

"Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ (Aristoteles)

Die verschiedene Facetten und unterschiedlichen Anteile Ihrer Persönlichkeit bilden Ihr Inneres System, Sie und Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin kreieren das System Ihrer Beziehung und zusammen mit Ihren Kindern, Ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern bilden Sie ein Familiensystem. Dieses wiederum ist eingebunden in vielfältige soziale Systeme: Ihre Nachbarschaft, Ihren Arbeitsplatz, Freundeskreis usw. All diese Systeme stehen untereinander in Verbindung und Wechselwirkung. Sie werden durch individuelle und kollektive Erfahrungen, Überzeugungen und Glaubenssätze sowie maßgeblich duch historische Ereignisse (z.B. Kriege) und kulturelle Prägungen beeinflusst.

"Wenn Du weißt, was Du tust, kannst Du tun, was Du willst“ (Moshe Feldenkrais)

In der Systemischen Therapie nehmen wir an, dass Wirklichkeit als von uns getrennte, objektive äußere Größe nicht existiert. Wir alle konstruieren (unsere) Wirklichkeit aufgrund von Bedeutungen, die wir und unsere Umwelt bisher gemachten Erfahrungen geben. Viele Schwierigkeiten entstehen, weil wir – meist ohne dessen gewahr zu werden – in Konstruktionen und Bedeutungsgebungen aus der Vergangenheit verhaftet sind, die für die gelingende Bewältigung der momentanen Wirklichkeit wenig geeignet, im manchmal sogar schädlich sind.

In der therapeutischen Situation eröffnet diese sog. konstruktivistische Sichtweise eine wichtige neue Möglichkeit: Wir können einmal gemachte Erfahrungen zwar nicht ungeschehen machen oder nachträglich verändern, wir können jedoch die Bedeutungen, die wir ihnen geben, neu verhandeln und dadurch unsere Konstruktion von Wirklichkeit im Hier und Jetzt positiv beeinflussen.

So können nicht nur Symptome gelindert oder beseitig werden. Im besten Fall finden tiefgreifende Veränderung und ganzheitliches Wachstum statt. C.G. Jung bezeichnete diese Erweiterung und Vertiefung der gesamten Persönlichkeit als schöpferischen Prozess. Gemeinsam mit meinen Klienten und Klientinnen diesen Prozess zu gestalten, ist ein zentrales Anliegen meiner Arbeit.


„Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.” (Werner Bock)

Persönliches Wachstum und Veränderung finden paradoxerweise immer dann statt, wenn das, wogegen wir bisher gekämpft haben (z.B. negative Gefühle oder belastendes Verhalten), endlich da sein darf und angenommen werden kann ("Paradox der Veränderung“ nach A. Beisser).

Um uns dieser nicht immer leichten Aufgabe zu stellen, brauchen wir Unterstützung, z.B. durch ein mitfühlendes, offenes (therapeutisches) Gegenüber. In einer solchen unterstützenden Beziehung kann es gelingen, den Mut zu finden, uns der Erfahrung dessen, was uns belastet, im Hier und Jetzt zu zuwenden und den Wunsch, unser Leben gelingender und lebendiger zu gestalten, zu nähren und uns seiner verändernden Kraft anzuvertrauen.


Mehr als systemisch: Mein therapeutischer Ansatz

Neben meiner Ausbildung zum Systemischen Therapeuten haben mich die Analytische Psychologie nach C.G. Jung, die Existenzielle Psychotherapie nach Irvin Yalom, die Gestalttherapie (insbesondere die Prozesstheorie nach Werner Bock und Dr. Frank Staemmler), verschiedene Ansätze aus der Traumatherapie und Theorie und Praxis der Systemaufstellung maßgeblich beeinflusst.

In den letzten Jahre hat – ausgelöst durch meine Erfahrungen mit dem tibetischen Buddhismus – die spirituelle Dimesion der Begleitung von Menschen für mich immer mehr an Bedeutung gewonnen.

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